Biographie

Die deutsch-griechische Mezzosopranistin Stella Doufexis ist sowohl auf der Opernbühne als auch auf dem Konzertpodium eine der gefragtesten Sängerinnen ihres Fachs. Bei den renommierten deutschen Rundfunk- und Sinfonieorchestern war sie ebenso zu Gast wie u. a. beim BBC Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, Ensemble Intercontemporain, Orchestre de Paris, London Symphony Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra. Dort arbeitete sie mit so namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Zubin Mehta, Semyon Bychkov, Kent Nagano, Kurt Masur, Roger Norrington, Christopher Hogwood, Ingo Metzmacher, Ivor Bolton, Helmuth Rilling, Jukka-Pekka Saraste, Christoph Eschenbach oder Gustavo Dudamel. Eine enge Verbindung besteht zu den Berliner Philharmonikern, mit denen sie immer wieder insbesondere unter Claudio Abbado und Sir Simon Rattle konzertiert.

Mit ihrem breit gefächerten Repertoire vom Barock bis zur Moderne ist sie gern gesehener Gast bei diversen Festivals wie z. B. den Salzburger Festspielen, den Festivals von Luzern und Berlin, dem Beethoven Festival Bonn, Wien Modern, Festival Athen, den Londoner Proms, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, der Schubertiade Hohenems, dem Aldebourgh Festival, dem Zermatt Festival und dem Jerusalem Chamber Music Festival.

Zu den Opernhäusern, an denen Stella Doufexis gastiert, zählen die Deutsche Staatsoper Berlin, die Scottish Opera, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, das Grand Théâtre de Genève und die Bayerische Staatsoper München. Im Frühjahr 2011 stand sie als Don Ramiro in Mozarts La finta giardiniera am Théatre Royal de la Monnaie Brüssel in der Inszenierung von Ursel und Karl-Ernst Herrmann auf der Bühne. Ferner ist die Mezzosopranistin der Komischen Oper Berlin eng verbunden und ist dort u. a. als Octavian, Cherubino, Niklas, Dorabella, Medea, Hamlet, Xerxes und Carmen zu erleben.

Stella Doufexis, ausgebildet von Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann, gilt als renommierte Liedinterpretin und wurde weltweit zu Liederabenden eingeladen. Ihr außergewöhnliches und sehr erfolgreiches Rezital Schöne Welt, wo bist Du hat Coviello Classics unter dem Titel Sketches of Greece als CD veröffentlicht. Ihre CD mit Brahms‘ Liebesliederwalzern ist bei Harmonia mundi France erschienen und wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet. An die Veröffentlichung schloss sich eine Konzert-Tournee durch Europa an. Nach der hoch gelobten CD Hamlet Echoes, Lieder von u. a. Loeffler, Liszt, Brahms und Jost (erschienen bei AVI) wurden gleich zwei CDs mit französischem Repertoire, welches der Künstlerin besonders am Herzen liegt, veröffentlicht: eine Orchester-Lieder Aufnahme mit Nuits d‘été von Berlioz, Ravels Shéhérazade und dem Poème de l´amour et de la mer von Chausson sowie eine Aufnahme mit Liedern von Debussy, begleitet von Daniel Heide (Poèmes). Letztere wurde in die Bestenliste 02/2013 der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. 

Nach einem kurzen Abstecher nach Japan mit Ravels L’enfant et les sortilèges unter Eiji Oue beginnt die Spielzeit 2013/2014 für Stella Doufexis in Antwerpen und Gent, wo sie unter der Regie von Christoph Waltz und dem Dirigat von Vladimir Jurowski den Octavian in einer Neuproduktion des Rosenkavalier singt. Auch in der Wiederaufnahme der erfolgreichen Produktion Xerxes an der Komischen Oper Berlin wird sie wieder die Titelrolle verkörpern. Konzerte gibt sie u. a. in Sao Paulo (Beethoven, C-Dur-Messe), Wien (Tonkünstlerorchester Wien, Debussy, Pelléas et Mélisande unter der Leitung von Jun Märkel) und Madrid (Mendelssohns Lobgesang unter Ton Koopman).

Die aktuelle Spielzeit beginnt für Stella Doufexis mit Mahler-Liedern in Bregenz unter dem Dirigat von Kirill Petrenko, mit dem Chor und Sinfonieorchester des MDR singt sie Bachs Matthäus-Passion und steht in einer konzertanten Aufführung von Wagners Ring mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sir Simon Rattle als Welgunde auf dem Konzertpodium. Ebenfalls unter Sir Simon Rattle interpretiert sie mit den Berliner Philharmonikern Ravels Shéhérazade, ein Stück, welches ihr besonders am Herzen liegt. Ab dem Wintersemester 2014/15 folgt sie der Berufung zur Professur für Gesang an die Robert Schumann Hochschule für Musik in Düsseldorf.